100 Gottesdienste – das sagt die lukas19-Gemeinde

Wer hätte das Palmsonntag 2020 – mitten im ersten Lockdown – gedacht? Damals begannen wir mit dem Gottesdienstformat „lukas19“.
Im Januar 2022 haben wir den 100.Gottesdienst gefeiert.
Inzwischen sind wir eine Gemeinde geworden.
Wir haben die Community gefragt, was ihnen „lukas19“ bedeutet.
Hier die Antworten:

Meine Anliegen werden wahrgenommen
Lukas19 ist (in Coronazeiten) einerseits ein „Ersatz“ für den sonntäglichen Kirchgangm die Hl. Messe, es ist andererseits aber auch mehr. Es ist auch mehr als meine persönliche Möglichkeit zu einem religiös besinnlichen Einstieg in den Sonntag.Die Teilnahme hat mich nicht nicht nur mit mir bislang unbekannten Menschen, deren Problemen und Schicksalen bekannt gmacht. Auch einige Bekannte und Freunde habe ich viel besser, persönlicher kennengelernt. Ihre zum Teil sehr persönlich-privaten Anliegen, ihre Schicksals- und Lebensgegebenheiten, ihre Religiosität wurden mir deutlicher – als ich ich in normalen Unterhaltungen je erfahren hätte. Die Interpretationen der Lesung durch die Teilnehmer ersetzt eine Predigt (fast) vollkommen, es ist eine viel unmittelba-rere Lehre, die ich auf diese Weise erfahre.
Darüber hinaus gibt es ein „gutes Seelengefühl“ zu erfahren, dass Menschen aus diesem Kreise meine eigenen Anliegen wirklich (!) wahrnehmen, auch gelegentlich auf sie eingehen – und (!) mit mir, für meine Anliegen beten. (HS)

Ein Hoffnungsanker
Lukas 19 -wurde mir  zu einem wichtigen Fenster im „sozialen Isolations-Haus Corona“,  durch das Lebenserfahrungen, auch mir erst nicht so vertrauter Menschen, in mein Leben    hineinwehten und durch das mein Blick in dieser schwierigen Zeit geweitet wurde.
Lukas 19- das ist erfahrbare Gemeinschaft im Glauben, nicht nur im gemeinsamen Hören auf das Wort Gottes, sondern besonders auch im Austausch hierüber miteinander, im Singen, im Gebet.
Lukas 19-  ist auch Erfahrung eines neuen liturgischen Elements, erst fremd, dann immer vertrauter. Dafür Dank an Pfarrer Wilfried Schumacher für die gute Vorbereitung, die einfühlsame Begleitung und und stets kundige Weiterführung bei Fragen und Sackgassen.
Lukas 19  wurde ein Raum zum  Austausch in turbulenten, erschütternden und hoffnungsarmen Zeiten der Kirche- und damit auch ein Hoffnungsanker. (RL)

Ein wunderbarer Kreis
Für mich ist Lukas 19 sehr wichtig geworden, da sich ein Kreis unter Leitung von Wilfried Schumacher gefunden hat, mit
dem wir gemeinsam beten und das Evangelium erläutern können.
Der Austausch über persönliche Tagesab-läufe, Schicksalsschläge und Sorgen die mitgetragen werden, findet man entsprechenden Trost und erfährt schöne Anteilnahme, die einen auch oftmals aufrichtet.
Dadurch hat sich ein wunderbarer Kreis gebildet, der uns im Alltag begleitet und auf den ich mich immer freue, alle zoom-mäßig zu treffen.
In der Hoffnung, daß dieser Kreis weiterhin noch lange Bestand hat.“ (WS)

Gesucht und gefunden
Im ersten Lockdown – die Ortsgemeinde bis heute abgetaucht – woanders trostlos schlecht gefilmte  youtube-Gottesdienste im Angebot – auch die Übertragungen von Dom-Radio aus dem Kölner Dom nicht wirklich erfreulich – auf der Suche nach „Bibel teilen“ im Netz dann auf dieses Angebot gestoßen, probehalber mitgemacht und dabei geblieben.  Orientierung an der Schrift wie beim „Bibel teilen“, dazu Anklänge an den sonntäglichen Gottesdienst ohne Surrogate für das, was in Pandemiezeiten nicht geht – das ist das, was ich gesucht und gefunden habe. (MR)

Vertieft dem Evangelium begegnen
Die online-Gottesdienste ermöglichen durch Bibelteilen und ein intensives Gruppengespräch eine vertiefte und individuelle  Auseinandersetzung mit dem Evangelium
Sie führen Menschen zusammen außerhalb des bekannten Gemeindezusammenhanges, dies auch im Hinblick auf die letztens  von thematisierte Problematik möglicherweise überkommener  traditioneller Gemeindestrukturen.
Sie ermöglichen eine große Flexibilität durch das online-Format: organisatorische Fragen können rasch und problemlos geklärt werden, z.B. Zeitpunkt, Thema usw
Die „Hürde“, an einem Gottesdienst teilzunehmen,  ist  relativ klein: keine Anfahrt, eine eingeschränkte Mobilität usw sind  keine Hindernisse.(BD)

Stärkung und Ermutigung
Seit wir uns online zu Gottesdienst, Gebet und Austausch treffen, folgt scheinbar Krise auf Krise – in Politik, Kirche und bei einigen Mitgliedern auch im persönlichen Leben. In der Lukas19-Gemeinschaft stärken und ermutigen wir einander. Obwohl wir uns teilweise noch nicht persönlich begegnen konnten, sind wir zu einem Freundeskreis zusammengewachsen; das ist mir besonders wichtig. (PG)

Eine neue Heimat
Lukas19 hat mir, hat meinem Glauben – unabhängig von Corona – eine neue Heimat gegeben, in der ich mich als Mensch und Christ geborgen fühle. Bei Lukas19 hab ich eine Gemeinschaft gefunden, wie ich sie in keiner konventionellen Kirchengemeinde je gefunden habe und durch den interaktiven Austausch nehme ich jeden Sonntag viele Impulse zum Schrifttext mit; Lukas19 ist für mich lebendige auf Interaktion ausgerichtete Kirche. (GB)

Wohltuende Begegnung
lukas19 : ist eine Gelegenheit, in der Corona-Zeit nicht geistig und kirchlich verloren zu gehen. Bedingt durch die Situation in der Kirche könnte man in Versuchung fallen, sich innerlich von der Institutoin Kircher zu
lösen. Die Gesprächsform ist sehr anregend, mitunter ein nachgeholter Religions-Unterricht. Die Begegnung mit Gleichgesinnten ist wohltuend, wenn auch nur über Bildschirm.(KS)